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Bahnfahren in Usbekistan

Einen Quantensprung hat der Bahnverkehr im 21.Jahrhundert gemacht. Das Hauptfoto dieses Beitrags hat inzwischen musealen Charakter. Der abgebildete Zug verkehrt heute sicher nur noch auf Nebenstrecken.

Die meisten unserer Rundreisen werden zumindest zum Teil per Bahn durchgeführt.

Reiserouten

Als wir 2001 mit unseren Reisen nach Usbekistan begonnen haben, gab es noch keinen Bahnverkehr durch die Steppe Kizilkum zwischen Buchara und Chiwa. Auf einer Holperpiste war man mit dem Bus durch die karge Landschaft unterwegs, was bis zu acht Stunden gebraucht hat. Heute sitzt man im bequemen Schnellzug, kann zwischendurch mal aufstehen und ein paar Schritte auf dem Gang tun, ist nach gerade einmal fünf Stunden am Ziel und die Knochen werden nicht annähernd so durcheinandergerüttelt.

Revolutionär mutet an, was sich weiter im Osten getan hat. Von Buchara über Samarkand bis Taschkent ist die Strecke durchgehend elektrifziert. Zwischen Samarkand und Taschkent verkehren Hochgeschwindigkeitszüge des spanischen Herstellers Talgo mit bis zu 250 km/h. Die Fahrzeit hat sich auf gut 2 Stunden verkürzt. Überhaupt stellte die Trassenführung zwischen den beiden größten Städten Usbekistan eine Herausforderung dar. Als es keine geschlossenen Grenzen zwischen den einzelnen Sowjetrepubliken gab, durchquerten die Züge den „Kosakenzipfel“, also einige Kilometer kasachisches Gebiet (ähnlich dem Thüringer Zipfel, der bis 1990 den deutsch-deutschen Straßen- und Bahnverkehr vor Herausforderungen stellte). Dieser Zipfel muss nun umfahren werden.

Noch schwieriger war es beim Bahnanschluss für das Ferghana-Tal ganz im Osten Usbekistans. Statt wie früher an den Flüssen entlang über Tadschikistan zu fahren, müssten die Züge nun das Tienshan-Gebirge queren. Da bei den alpinen Höhen eine Passstrecke nicht wirklich machbar und sinnvoll war, wurde ein 19km langer Tunnel durch den Fels getrieben. Die Elektrifizierung der Bahn im Ferghana-Tal soll folgen.

Zu beachten beim Planen einer Bahnreise ist, dass uns Ihre Passdaten 45 Tage vor Reiseantritt vorliegen müssen. Nur mit diesen können wir die Fahrkarten bestellen und zwar so rechtzeitig, dass der Zug noch nicht ausgebucht ist. Die Strecke zwischen Chiwa und Buchara wird aktuell nicht täglich befahren, d.h. man muss den Fahrplan bei der Reiseplanung beachten – was wir bei der Ausarbeitung Ihrer Reise gerne übernehmen. An Wochentagen ohne Zug muss die Fahrt ggf. auf der Straße erfolgen.

Ein Besuch des Eisenbahnmuseums in Taschkent empfiehlt sich allen Eisenbahnfans. Vor allem Lokomotiven aus russischer bzw. sowjetischer Produktion sind zu bestaunen, aber auch eine deutsche Dampflokomotive, die als Beute oder Reparationsleistung in die Sowjetunion kam.

Für Eisenbahnfans organisieren wir gerne Reisen mit Besichtigungen von Betriebsstätten, Begegnung mit Eisenbahnern usw.

 

Unsere Reisen in Usbekistan:

 

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